Kronen
Kann defekte Zahnsubstanz mit einer Füllung nicht wieder hergestellt werden, muss der Zahn überkront werden. Das ist nicht ganz unproblematisch, denn...
DER SUBSTANZVERLUST BEI DER KRONENHERSTELLUNG GEFÄHRDET DEN ZAHN!
Bei der Kronenherstellung muss der Zahn abgeschliffen werden, um den notwendigen Platz für die Krone zu schaffen. Dieses Abschleifen ist problematisch, da dadurch der Zahn seinen schützenden Schmelz verliert und es schnell zu einer Nervenentzündung komen kann. So sterben etwa 1/5 aller abgeschliffenen Zähne innerhalb weniger Jahre nach dem Beschleifen ab. Aus diesem Grund ist bei einer Versorgung grundsätzlich weniger invasiven Methoden wie z.B. Inlays oder Teilkronen der Vorzug zu geben.
Vor- und Nachteile unterschiedlicher Kronenarten
Kronen gibt es in verschiedenen Ausführungen, die unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Neben Kronen aus reinem Metall (Gold oder Nichtedelmetall, NEM) gibt es auch zahnfarbene Kronen. Diese Kronen können entweder ganz aus Keramik oder Kunststoff bestehen (metallfrei) oder sie haben ein Metallgerüst, das mit Kunststoff oder Keramik verblendet ist. Am meisten verwendet werden heutzutage sogenannte Metallkeramik-Kronen. Hier wird das metallene Grundgerüst mit Keramik verblendet. Daher kommt der Name Verblend-Metall-Keramik, VMK.
Kronen mit einem Metallunterbau können nach dem Rückgang des Zahnfleischs unter Umständen unschöne Metallränder zeigen. Ein weiteres Problem bei diesen Kronen sind die Legierungsbestandteile. Damit das Gold den erforderlichen Eigenschaften entspricht, muss es mit anderen Metallen gemischt werden. Man spricht dann von einer Legierung. So sind bei den Zahnlegierungen häufig auch Kupfer, Palladium und andere nichtedle Metalle beigemischt. Für den Allergiker kann dies u.U. problematisch werden. Bei den Vollkeramikkronen sind die Kunststoffe, mit denen die Kronen eingesetzt werden, bei besonders empfindlichen Patienten u.U. ebenfalls ein Problem.
Eine neue Ära der Vollkeramikkronen hat mit der Zirkonoxid-Keramik, genannt "Zikon", begonnen. Mit Zirkon steht der Zahnmedizin ein extrem haltbarer, metallfreier und zahnfarbener Werkstoff zur Verfügung. Lediglich in der Ästhetik sind im Vergleich zu herkömmlicher Vollkeramik Grenzen gesetzt, weil Zirkon nicht so lichtdurchläassig ist.
> Schema einer Kronenherstellung
Die wichtigsten Merkmale der Kronen im Überblick
Kann defekte Zahnsubstanz mit einer Füllung nicht wieder hergestellt werden, muss der Zahn überkront werden. Das ist nicht ganz unproblematisch, denn...
DER SUBSTANZVERLUST BEI DER KRONENHERSTELLUNG GEFÄHRDET DEN ZAHN!
Bei der Kronenherstellung muss der Zahn abgeschliffen werden, um den notwendigen Platz für die Krone zu schaffen. Dieses Abschleifen ist problematisch, da dadurch der Zahn seinen schützenden Schmelz verliert und es schnell zu einer Nervenentzündung komen kann. So sterben etwa 1/5 aller abgeschliffenen Zähne innerhalb weniger Jahre nach dem Beschleifen ab. Aus diesem Grund ist bei einer Versorgung grundsätzlich weniger invasiven Methoden wie z.B. Inlays oder Teilkronen der Vorzug zu geben.
Vor- und Nachteile unterschiedlicher Kronenarten
Kronen gibt es in verschiedenen Ausführungen, die unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Neben Kronen aus reinem Metall (Gold oder Nichtedelmetall, NEM) gibt es auch zahnfarbene Kronen. Diese Kronen können entweder ganz aus Keramik oder Kunststoff bestehen (metallfrei) oder sie haben ein Metallgerüst, das mit Kunststoff oder Keramik verblendet ist. Am meisten verwendet werden heutzutage sogenannte Metallkeramik-Kronen. Hier wird das metallene Grundgerüst mit Keramik verblendet. Daher kommt der Name Verblend-Metall-Keramik, VMK.
Kronen mit einem Metallunterbau können nach dem Rückgang des Zahnfleischs unter Umständen unschöne Metallränder zeigen. Ein weiteres Problem bei diesen Kronen sind die Legierungsbestandteile. Damit das Gold den erforderlichen Eigenschaften entspricht, muss es mit anderen Metallen gemischt werden. Man spricht dann von einer Legierung. So sind bei den Zahnlegierungen häufig auch Kupfer, Palladium und andere nichtedle Metalle beigemischt. Für den Allergiker kann dies u.U. problematisch werden. Bei den Vollkeramikkronen sind die Kunststoffe, mit denen die Kronen eingesetzt werden, bei besonders empfindlichen Patienten u.U. ebenfalls ein Problem.
Eine Sonderform der keramischen Verblendkronen
sind die GALVANOKRONEN. Bei diesen
wird der Unterbau aus reinem Gold auf elektrolytischem Weg hergestellt. Dadurch
fallen die Probleme der Legierungsbestandteile weg. Die Kronen können, wie
herkömmliche Kronen auch, einfach mit Zahnzement- ohne die Verwendung von
Kunststoff - eingesetzt werden.
Eine neue Ära der Vollkeramikkronen hat mit der Zirkonoxid-Keramik, genannt "Zikon", begonnen. Mit Zirkon steht der Zahnmedizin ein extrem haltbarer, metallfreier und zahnfarbener Werkstoff zur Verfügung. Lediglich in der Ästhetik sind im Vergleich zu herkömmlicher Vollkeramik Grenzen gesetzt, weil Zirkon nicht so lichtdurchläassig ist.
> Schema einer Kronenherstellung
Die wichtigsten Merkmale der Kronen im Überblick
| Kronenart | Funktion | Ästhetik | Haltbarkeit | Preis |
| Goldkronen | + | - - | + + | mittel |
| VMK-Kronen | + | + | + + | mittel |
| Vollkeramikkronen | + | + + | + - | hoch |
| Galvanokronen | + | + | + | hoch |
| Zirkonkronen | + | + | + + | hoch |




